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Wednesday, March 9, 2016

Reisestationen (Alentejo) - Botanisch-Zoologische Reisen - Iberische Halbinsel

Eine Botanisch-Zoologische Rundreise auf der Iberischen Halbinsel.

Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit


Von Horst Engels

Teil II - Reisestationen

Reisestationen der Botanisch-Zoologischen Rundreise um die Iberische Halbinsel[1]

2.2 Alentejo

       








2.2 Der Alentejo


Vom Algarve aus begeben wir uns nun weiter in den Alentejo. Der Alentejo ist eine Region im Süden von Portugal, welche die Distrikte Portalegre, Évora und Beja sowie den Südteil des Distriktes Setúbal umfasst. In dem Wort Alentejo, bei Moritz WILLKOMM (1896)[3] noch als “Alem-Tejo” bezeichnet, steckt die geographische Information “além do Tejo”, ins Deutsche übersetzt: jenseits des Tejo”. Der Tejo-Fluss, an dessen Atlantikmündung die Stadt Lissabon liegt, bildet grob die Klimagrenze zwischen dem gemässigten atlantischen Nordportugal und dem mediterranen Südportugal.
Im Süden schliesst sich der Algarve an den Alentejo an, und im Osten bildet der Guadiana-Fluss einen Grossteil der Landesgrenze zu Spanien. Der Alentejo wird also von den beiden grossen Flüssen Tejo und Guadiana eingerahmt, die ihren Ursprung in Spanien haben und die an den Alentejo angrenzenden spanischen Provinzen Estremadura und Andalusien mit dem Alentejo hydrogeographisch verbinden.

Polunin & Smythies (1973) behandeln den Alentejo mit Ausnahme der Vicentinischen Küste, die den Algarve mit der Südwestküste des Alentejos verbindet und die wir schon von dem Algarve aus in einer Tages-Exkursion nach Carrapateira besuchten, in ihrem Pflanzenführer nicht. Wir wollen jedoch einen Abstecher in den Nieder-Alentejo (Baixo-Alentejo) entlang des Guadiana-Flusses machen, wo in den Minen von São Domingos der einzige Standort Portugals für den andalusischen Metallophyten  Erica andevalensis Cabezudo & Rivera registriert ist[4][5],  bevor wir uns weiter entlang der westlichen Atlantikküste Portugals in die Serra da Arrabida bei Setubal begeben.
Zunächst jedoch möchten wir hier einige allgemeine Informationen zur Geographie, Geschichte und Geologie des Alentejo geben, da die historischen regionalen Einteilungen, vor allem die der portugiesischen Provinz Estremadura leicht zu Namensverwirrungen mit der gleichnamigen autonomen spanischen Gemeinschaft Extremadura führen kann. Auch die Geologie des Alentejo, vor allem der Pyritgürtel mit seinen reichen Erzvorkommen, welcher den Alentejo geologisch mit dem Süden Andalusiens verbindet, ist von besonderem Interesse. Und schliesslich zeigen sich die biogeographischen Besonderheiten dieses Distrikts auch in einer reichen und eigenständigen botanischen und zoologischen Vielfalt.

Der Alentejo ist allgemein als die “Kornkammer Portugals” und als ein weites “Steppengebiet” bekannt. In Wirklichkeit ist der Alentejo jedoch eine anthropogen geformte Kultursteppe und gehört nicht, wie man zunächst fälschlicherweise annehmen könnte, zu den von Moritz WILLKOMM (1852)2 in seiner Doktorarbeit “Die Strand- und Steppengebiete der iberischen Halbinsel und deren Vegetation” als ‘Natürliche Steppengebiete der Iberischen Halbinsel’ beschriebenen und durch Salzpflanzengesellschaften geprägten Landschaftsgebieten und Habitaten der Küste und des Inneren der Iberischen Halbinsel.




Alentejo - typische Landschaft mit Getreidefeldern und Baumanpflanzungen[6]

Alentejo - Castro Verde[7]


Die Kultursteppe oder “Kornkammer” Alentejo beherbergt jedoch eine grosse Anzahl von natürlich dort vorkommenden Süssgräsern (Gramineae = Poaceae), d.h. Pflanzen welche die als Steppen bezeichneten Graslandschaften charakterisieren und an die dort vorherrschenden schwierigen edaphischen Bedingungen ideal angepasst sind; so sind in der Flora-On mehr als 140 Taxa aus der Familie der Süssgräser (Poaceae) für den Alentejo registriert[8] (Abfrage: “Alentejo, Poaceae). Eine enge Beziehung zu den benachbarten spanischen Provinzen von Estremadura und Andalusien, die ebenfalls durch ihren Reichtum an Süssgräsern ausgezeichnet sind (>209 Taxa ALCARAZ, 1991)[9]  ist deshalb zu erwarten.



Alentejo - Getreidesteppe[10]

Die Familie der Süssgräser (Poaceae) besitzt Anpassungen, hauptsächlich morphologischer, aber auch physiologischer Art, an Ökossysteme mit extremen Klimabedingungen und atmosphärischen Instabilitäten. Ausser der reduzierten saisonalen Niederschläge sind es vor allem die heftigen WInde und Stürme, die wegen der grossen aerodynischen Widerstände limitierende Faktoren für Gefässpflanzen darstellen. Die Süssgräser haben es jedoch geschafft, durch ihre geniale morphologische Struktur und aerodynamische Resistenz diese limitierenden Faktoren zu überwinden und sich sogar der Winde zum Transport ihres Erbgutes (Pollen und Samen) zu bedienen.

Es sind die Getreidefelder der grossen Ebenen, die dem Alentejo seinen Charakter als anthropogen bedingte Pseudo-Steppe verleihen. Aber es existieren auch Gebirge im Alentejo wie die Serras de Grandola, Monfurado, Montemuro, d’Ossa, Portel, São Mamede, Vigia e Caldeirão; sie erreichen jedoch keine grosse Höhe, was in der Geologie des Gebietes begründet liegt und auf die wir später zu sprechen kommen.


Für die spanische Autonome Gemeinschaft Estremadura, einem Teil des “Gebirgssystems Estremadura” der eingangs gezeigten physiographischen Karte von Willkomm[11], gibt es in der Tat Monographien über Gräser, - Werke, die auch von grossem Nutzen für die Bestimmung der Gräser des Alentejos sind. Es sind dieses die Monographien von ALCARAZ, J.A, (Ed.): “Las Gramíneas de Extremadura[12][13]  und die “Anatomía foliar y palinología de las gramíneas extremeñas,[14][15] allerdings in spanischer Sprache. Der Band über Süssgräser der “Flora Iberica” steht noch aus. Für die schwierige Bestimmung der Gräser gibt es allerdings auch einen Online Bestimmungsschlüssel mit Abbildungen im Internet, der obwohl weltweit angelegt, auch bei der Bestimmung der lokalen Spezies sehr hilfreich ist. Ein weiteres wichtiges Werk der zuvor genannten Autoren: “Vegetación e Flora de Extremadura[16][17] ist ebenfalls für den Botaniker, der sich mit der Flora des Alentejo beschäftigt, unerlässlich.



Olivenhain in einer typischen Hügellandschaft des Alentejo[18]

Alentejo -  Montado (Eichenwald (Quercus rotundifolia)) mit Natternzunge (Echium) in Blüte[19]


Geographische und administrative Einteilungen

In der heutigen Region des Alentejo unterscheiden wir folgende Subregionen:


Dabei ist zu beachten, dass die heutige administrative Region des Alentejo nicht mit der alten historischen Region des Alentejo, die sich aus den 2 historischen Provinzen Alto Alentejo (“Oberalentejo”) und Baixo Alentejo (Niederalentejo) zusammensetzte, übereinstimmt und die in der Gesamtfläche etwas kleiner war als die heutige Region und die lediglich die Distrikte von Èvora und Beja, fast den gesamten Distrikt Portalegre (mit Ausnahme der Gemeinde Ponte de Sor, die der historischen Privinz Ribatejo angehörte) sowie die südliche Hälfte des Distriktes von Setubal einschloss.



Historische Karte der Provinz Alentejo und des Königreichs Algarve[20]

Ebenfalls sollte man die historische portugiesische Provinz Estremadura[21], die bis zum IX. Jahrhundert existierte, nicht mit der namensgleichen Autonomen Region Estremadura in Spanien verwechseln, die sich aus den Provinzen Caceres und Badajoz zusammensetzt.


Estremadura, Portugall[22]


Estremadura, Espanha[23]



Moritz Willkomm schliesst in seiner Karte der Böden und Vegetationsverhältnisse auf der Iberischen Halbinsel[24] den Niederalentejo in das “Gebirgssystem von Estremadura” ein und bezieht sich demzufolge auf das Spanische Estremadura, nicht aber auf das Portugiesische, das sich an der Tejomündung an der Atlantischen Westküste befand. Da er auf seinen Reisen nach Spanien nur einen kurzen Besuch in den Algarve machte, hat er jedoch ebensowenig wie Polunin den Alentejo botanisch näher untersucht.
Es gibt allerdings rezente botanische Untersuchungen zum Alentejo, so z. B. eine Monographie von Maríza Clara de Menezes Dias Pereira (PEREIRA, 2011)[25] über die Flora und Vegetation von Monfurado im “Hohen Alentejo”, in der ueber 800 pflanzliche Taxa für das Untersuchungsgebiet aufgeführt werden. Und in der Flora-On sind bisher bereits mehr als 1550 Taxa für die Region des Alentejo[26] registriert. Dies zeigt, dass der Alentejo trotz seiner bisweilen eintönig erscheinenden Landschaft eine grosse botanische Artenvielfalt besitzt.

Geomorphologie

Im Rahmen der Geomorphologie gehört die Region des Alentejo beinahe in seiner Gesamtheit dem geologisch alten während der Variszischen Orogenese im Palaeozoikum entstandenen Hesperischen (Herzynischen) Massif, und innerhalb desselben der Ossa-Morena-Zone[27] und der Südportugiesischen Zone[28] an.
Die Südportugiesiche Zone wird von einer während der Alpidischen Orogenese entstandenen grossen geologischen Fraktur, der “Falha von Messejana” von SW nach NE durchquert und bildet die mineralreiche “Faixa piritosa”, den Pyritgürtel der Südiberischen Halbinsel, der sich von Campo Maior bis in den Südwesten Andalusiens erstreckt. Eine moderne geomorfologische Revision der Ossa-Morena Zone findet sich bei  ARAUJO, P.H. et. al. (2004)[29].

Hier eine vereinfachte Karte der Geomorphologie Portugals:

resumodomapa copy.jpg


Die Kompexität der Geologie Portugals spiegelt sich dabei gut in der Geologischen Karte Portugals wider:


carta_geologica_portugal1 copy.jpg
Geologische Karte von Portugal (Veraendert nach: INETI)



Galopim de Carvalho, ein charismatischer portugiesischer Geologe, der selbst im Alentejo (Evora) geboren wurde, hat die Geologie des Alentejo folgendermassen in dem Artikel: “Alguns aspectos da geologia do Alentejo[30] (Einige Aspekte der Geologie des Alentejo) charakterisiert:


Im Rahmen dieses wissenschaftlich-pädagogischen Treffens “Lernen im Alentejo” und der Geowisssenschaften im allgemeinen ist zu betonen, dass diese grosse Provinz im Süden des Landes, das “Jenseits deTejo” (Aquém Téjo), wie die Einheimischen es hier nennen könnten[31], für das ganze Land einzigartige geologische Besonderheiten besitzt, von grossem Wert nicht nur als wissenschaftliche Disziplin der Themen wissenschaftlicher Grundlagenforschung zuwillen, sondern auch derjenigen, die sich mit dem Leben im Laufe der Geschichte befassen, und nicht zuletzt auch wegen seiner Bedeutung für die Wirtschaft. Im Rahmen letzterer sind hervorzuheben die Marmore von Estremoz, Top der aktuellen Industrie, sowie der Pyritgürtel (Faixa Piritosa), welcher São Domingos und Aljustrel ihre Namen verlieh und noch immer Neves Corvo Leben verleiht.
    
Diese beiden Formationen fügen sich in den so genannten ‘Antiken Iberischen Massif’ (Maciço Antigo Ibérico) ein, das kristallines Substrat der Iberischen Halbinsel und der kleine Teil, der von den alten Gebirgsketten übriggeblieben ist. Diese wichtige Kordilliere erstreckt sich von Deutschland nach Westen, über Frankreich und den Süden Englands, von wo sie sich nach Süden richtete, dorthin wo heute Spanien und Portugal liegt und setzte sich bis Marokko in Nord-Afrika und bis zum nordamerikanischen Kontinent (einen Teil der Appalachen bildend und damals noch mit Europa vereint) fort.
     
Im Südwesten der Halbinsel ist der Alentejo die niedrigste Region, die von dieser alten Gebirgskette übriggeblieben ist, welche einige Autoren die Herzynische[32] und andere die Variskische[33] nennen, und die sich vor ca 380 Millionen Jahren aus älteren Sedimenten eines Ozeans, der damals statt des Bodens, den wir heute betreten, existierte, zu erheben begann, und der sich aus Schiefern, Graniten, Gabbros, Quarziten, Kalk- unter vielen der verschiedenen Gesteine zusammensetzt.

Die Arbeit der Erosion, die der Bildung dieser grossen Kordilliere während einer immensen Zeitspanne bis zur Gegenwart folgte, endete mit ihrer Abtragung, reduzierte sie zu einer Hochebene, die heute den Namen Meseta Ibérica trägt, und die nach Südwesten geneigt ist. In diesen eingeebneten Gebieten, in denen resistentere Erhebungen wie die Gebirge von S. Mamede und Alcaria Ruiva der Erosion widerstanden, sind die Überrreste der alten Gebirgskette, durch die stark verworfenen und frakturierten Felsschichten gekennzeichnet, noch sichtbar.

Wir können also sagen, dass der Alentejo vor einigen hunderten von Millionen Jahren,  beginnend mit einer grossen aus dem Meer aufsteigenden Gebirgskette, entstanden ist, die heute durch unterschiedlichste Ursachen zur niedrigsten und abgeflachtesten Region des Landes geworden ist, soweit gehend, dass sie in der Umgangssprache im Kontrast zu dem nördlichen Gebirgsland als “Alentejanische Ebene” (planície alentejana)  bezeichnet wird.

In diesen weit zurückliegenden Zeiten waren die Formen der Ozeane und Kontinente sehr verschieden von denen, die wir heute kennen. In dieser Periode existierte weder die Iberische Halbinsel noch der grösste Teil Europas. Alles hier war Meer. Ein grosser und sehr alter Ozean, den die Geologen Japetus[34] nennen, auf dessen Grund sich über einige hundert Millionen von Jahren Sedimente mit einer Dicke von tausenden von Metern ablagerten, von Land umgeben, welches ihn begrenzte oder aus ihm entstand, vergleichbar mit dem, was in jedem der heutigen Ozeane geschieht. Diese Sedimente, ob sie sich nun in Schiefer, Marmor oder andere Gesteine, die wir nicht weiter unterscheiden wollen, verwandelten, enthalten Fossilien der heutigen Lebewesen, alle Indikatoren des marinen Lebens ihrer Zeit, und deren Alter wir abschätzen können, das dem der Sedimente entspricht, in denen sie entstanden oder sei es den Gesteinen, in denen wir sie heute vorfinden.

Jederman spricht von einer Ebene, einer Landschaft mit unbegrenzter Weite, von den Kornfeldern, den nicht endenden schnurgeraden Bahnlinien. Wie kann es sein, dass diese Gebiete Teil einer Gebirgskette waren? Die Antwort auf diese Transformation ist eine einzige: das Ergebnis von Erosion. Als diese Gebirgskette ihren grössten Erhabenheit besass, vor ca 300 Millionen von Jahren, gab es keine Iberische Halbinsel noch Europa. Es gab zu dieser Zeit einen einzigen, damals entstandenenen Superkontinent, der verschiedene antike Kontinente miteinander verband und deren Umrisse wir teilweise durch die Narben, welche die Kollision in Form anderer Gebirgsketten (ähnlich derer, die uns heute umgeben) hinterliess, erkennen und nachvollziehen können. Es war im Inneren dieses Superkontinents, als Pangeia bekannt, wo sich der grösste Teil der genannten Erosion während eines Zeitraums von mehr als 100 Millionen Jahren vollzog. Und es ist ein Teil des Sockels der Herzynischen Gebirgskette, der den Untergrund von Zentral- und Westeuropa einschliesslich der Iberischen Halbinsel bildet.

In der gleichen Art wie jegliche abgetragene Gebäuderuine in Form ihrer Fundamente und anderer unterirdischer Reste Zeugnis der ehemaligen Existenz des Gebäudes hinterlässt und ebenso wie ein ebenerdig abgeschnittener Baum durch seine untererdig versteckten Wurzeln noch nachgewiesen werden kann, so hinterlassen auch die Gebirge im Untergestein ihre Wurzeln - und dieses sind unter anderem die Gesteinsschichten, die ursprünglich horizontal verliefen und die sich jetzt gefaltet, verworfen, mit Frakturen versehen, versetzt oder zusammengepresst zeigen. Es sind diese Deformationen, die sich an den Strassenrändern oder den Küstenarriben erkennen lassen und es ermöglichen, die grandiosen Reliefs, die hier existierten, zu rekonstruieren. Auch die Granite und andere verwandte Gesteine sind Zeugen dieser ehemaligen Gebirge. Im Inneren der Kruste durch Erhitzung entstanden, war das Erscheinen dieser Gesteine nur dehalb möglich, weil die Erosion Milliarden von Kubikmetern von Gestein und Boden hinwegfegte und sie so an der Oberfläche erscheinen liess.

In unseren Augen und der Zeitspanne eines Menschenlebens ist die Erosion ein sehr langsames Phänomen, fast nicht wahrnehmbar. Dennoch, die geoplogische Zeit ist enorm gedehnt und es reicht deshalb die Vorstellung aus, dass die Erosionsrate von einigen wenigen Millimetern/Jahr ausreicht, um aufgrund des Hunderte von Millionen Jahre andauernden Prozesses der Erosion der ehemaligen Gebirgskette den heutigen Weitblick in der Landschaft des Alentejo zu ermöglichen.

Es war an den Ufern dieses Meeres, an welchem sich vor 540 Millionen Jahren infolge der Existenz von Küstenriffen mächtige Kalkschichten ablagerten, die sich später in die Marmore der Regionen von Estremoz-Borba-Vila Viçosa und Viana do Alentejo verwandelten, dieses edlen Gesteins, dessen Abbau den Hauptteil des heutigen nationalen Bergbauindustrie ausmacht. Es war auch in diesem Meer, in dem sich Millionen von Kubikmetern von Tonen ablagerten,  die sich in Schiefer tranformierten und die heute den kargen Skelettboden des Alentejo ausmachen. Es war auch in diesem Meer, in dem sich ca 2 Hundert Millionen Jahren später eine grosse vulkanische Aktivität entfaltete, die zu enormen Ansammlungen von Pyriten und anderen schwefelhaltigen Metallen, dem Gold und dem SIlber, führten, seit langem in dem Pyritgürtel (Faixa Pirítosa) des Alentejo abgebaut, der geologischen Formation, die in der Nähe von Grandola beginnt,  sich entlang Ajustral und Neves Corvo erstreckt, wobei sie in São Domingos die Grenze  überschreitet und sich im Nachbarland bis Huelva fortsetzt.

Es geschah in einer späteren Phase dieser geologischen Evolution, dass sich die Granite des Hohen Alentejo bildeten, einer seiner Reichtümer sogleich nach den Marmoren. Zur gleichen Zeit bildeten sich die Gabbros und Diorite des Niederen Alentejo, dunkle Gesteine mit denen man die bekannten barros negros der Kornfelder von Beja in Verbindung bringt.

Die ältesten Formationen des Alentejo finden sich in der Region von Arronches. Es sind Schiefer mit sehr viel mehr als 600 Millionen Jahren, mit Gesteinen, die schon zur Zeit des grossen Ozeans Japetus existierten. Die jüngsten Gesteine der schon genannten Gebirgskette finden sich im Südwesten des Alentejo, noch marin und mit ca 300 Millionen Jahren zu datieren. Es sind Schiefer mit Fossilien, die uns deren Alter und Umwelt anzeigen. Wirklich modern sind die Gebiete des Tejo-Sado Beckens, mit Geröllen, Sanden und Tonen. Diese Region begann sich vor ca 35 Millionen Jahren abzusenken, womit zugleich der Beginn der Akkumulation dieser Schwemmmaterialien durch die heutigen Flüsse ermöglicht wurde.

Viele andere Besonderheiten kennzeichnen den Alentejo in Bezug auf seine Geologie, aber es ist klar, dass sie nicht im Zuge einer generellen Charakterisierung  genannt werden können. Es gibt viele Nachweise antiker oder kleiner Explorationen von Roten Lehmen (barros vermelhos), entweder Resultat der Veränderungen von Schiefer und anderen Gesteinen des Substrats oder von fluvialen Ablagerungen in der weiten Tejo-Sado-Ebene. Es waren diese Roten Lehmerden, die ein frühe Kunsthandwerk-Kultur ermöglichten, welche sich schon in den Keramiken, die in Hunderten von Grabhügeln (antas) des Alentejo gefunden wurden, zeigte, in den römischen Öllampen der Terra Sigillata[35], in den Konstruktionen mit Lehmwänden, den Ziegeln, zunächst noch luftgetrocknet, später in Öfen gebrannt, und um abzuschliessen, auch in den Geschirren von Redondo, S. Pedro do Corval (Aldeia do Mato), Nisa, Flor da Rosa, Estremoz und vielen anderen.

Das Cabo von Sines ist der Rest einer Vulkanischen Aktivität, eines Ausbruchs, der vor 70 Millionen Jahren nicht bis an die Erdoberfläche vordrang, jedoch als Magma auf halbem Wege stecken blieb und später, infolge der Erosion an der Erdoberfläche zutage kam.

Wenn man die Geomorphologie und das Relief der Alentejanischen Ebene betrachtet, so muss man hinzufügen, dass einige Reliefs ins Auge fallen, die lokal als Gebirge bezeichnet werden. Wenn die Serra de Mamede, in der Nachbarschaft von Portalegre, mit ihren 1025 m NN Höhe ihren Ausdruck in einer vigorosen Erhebung in der Landschaft findet, so lassen sich andere, wie die Serra de Grandola zum Beispiel, besser als Flecken eines Terrains, das sich leicht über den Rest der Landschaft erhebt, beschreiben. Soweit die Sicht des Spezialisten. Dennoch, für den Menschen, der sich mühsam zu Fuss über diese Flecken akzidentaler Unterschiede des Reliefs bewegen musste, waren ein paar Meter Höhenunterschied genug, sie als Gebirge zu bezeichnen.

Trotz der allgemein üblichen Idee von der Alentejanischen Ebene, die man in vielen Büchern und in den Sätzen der Politiker wiederfindet, für den bodenständigen Menschen fehlen hier nicht die Gebirge. Serra de Marvão, d’Ossea, de Monfurado, de Portel, de Grândola, da Vigia, do Caldeirão sind einige, die geläufigeren, unter vielen anderen, inder lokalen Toponymie erwähnt. Sie alle entsprechen lokalen Erhebungen, in der Essenz zwei verschiedenen Typen, die von ausgedehnten ebenen Flächen getrennt werden. Entweder sind es residuale Erhebungen, die aufgrund resistenteren Felsgesteins, wie Quarzite, der Erosion widerstanden haben, was man an den Beispielen der S. Mamede und de Alcaria Ruiva exemplifizieren kann, oder es sind Blöcke, die von Gräben oder Horsten begrenzt werden, so wie bei den Tasten eines alten Pianos, bei dem einige höher stehen als die anderen, wie z.B. der Serra de Grândola, in Verbindung mit dem Graben gleichen Namens, der sie nach Norden hin begrenzt, oder der Serra de Portel (Mendro), an die sich nach Süden der Graben von Vidigueira anschliesst.

Warum spricht man aber nun von der Alentejanischen Ebene wobei keine der anderen Regionen des Landes einer solchen Qualifikation unterzogen wurde? Warum dieser Unterschied, wobei ja feststeht, dass der Alentejo ebenso wie die Extremadura in Spanien ebenso wie andere Hochebenen der schon erwähnten Iberischen Meseta angehören? Bevor wir weitergehen, muss klargestellt werden, dass der Term “Ebene” (planície), nicht dieselbe Bedeutung hat wie sie von Geographen angenommen wird. Im strengen Sinne des Wortes ist eine Ebene eine ebene Fläche, abgesenkt im Inneren eines Tales, wie es die ‘Lezíria’ des Tejo ist, die Felder des Sado und die übriggebliebenen Flächen der meandrierenden Flüsse. Alle Flächen, die dagegen von umliegenden Tälern begrenzt und gegenüber dem Meerespiegel genügend hoch liegen, wurden von den Studierten als Hochebenen (planalto oder altiplano) bezeichnet, was eigentlich der Fall der Iberischen Meseta, einschliesslich ihres südwestlichen Teils, des Alentejo, ist. Also nochmals die Frage: warum spricht man nicht von der Alentejanischen Hochebene im Gegensatz zum Hohen Norden des Landes? Die Antwort ist einfach. Nachdem die Herzynische Kette in ihrem Iberischen Teil abgetragen und in eine Hochebene verwandelt war, erhob sich der nordöstliche Sektor dieser Hochebene stärker als der Teil im Südwesten, die Ebene kippte also so wie ein Boot, das ungleichmässig beladen ist.

Wenn man diese Betrachtungen auf das Portugiesische Territorium beschränkt, dann geschieht es, dass sich die Meseta im Norden, teilweise durch lokale tektonische Ereignisse (...) und durch die Einschnitte der Flüsse gestört oder unterbrochen, über 1000 m NN erhebt. Dieselbe Oberfläche, die ungeachtet dessen Hochebene bleibt, erhebt sich in der Beira Baixa auf nur noch ca 400 m NN und verliert vom Alto Alentejo zum Baixo Alentejo weiterhin an Höhe, von ca 300 m NN im Distrikt von Evora und auf 200 m NN im Distrikt von Beja. Unter diesen Umständen ist die erosive Energie der Flüsse in den hoeher gelegenen Gebieten der Beira Alta und von Trás-os-Montes höher als im Süden des Landes. Die Täler sind tiefer eingeschnitten und die Strassen kurvenreicher und unter diesen geographischen Verhältnissen verstärkt sich der Eindruck des Reliefs in den Gebieten des Nordens gegenüber denen des Südens.

... 

Zum Abschluss lässt sich feststellen, dass diese Entstehung einer Ebene das Wirken von 2 dialektischen Kräften ist, den Kräften im Innern der Erde, durch die Akkumulation von Wärme bedingt, die Ozeane öffnen, Kontinente bewegen und Berge entstehen lassen, und den Kräften, die dadurch entstehen, dass die Sonnenenergie auf die Erde trifft. Durch die Erosion modellieren diese Kräfte, die von ausserhalb auf die Erde treffen, beständig ihre Oberfläche;  im Gegensatz zum Mond, wo weder genügend Innere Wärme noch Erosionskräfte bestehen, und der uns deshalb so erscheint wie er vor 3000 Millionen Jahren erschien. Und wir sollten uns bewusst sein, das die Materialien, die beständig von den Flüssen ins Meer getragen werden, sich dort als mächtige Sedimente ablagern und sich aus diesen, wenn sich die Meere erneut schliessen, durch diese und jene geologischen Prozesse sich neue Gebirge formen und in beständigem Wechsel immer so fort … bis zum Ende unserer Welt, das in vier bis fünf Milliarden von Jahren eintreten mag, in einer Wiederholung, die ihre Geschichte ist, seit sie im Sonnensystem entstand.

Lissabon, 16. September 2004
A.M. Galopim de Carvalho


Biogeographie und Pflanzensoziologie des Alentejo

Es gibt nicht allzu viele Studien über die Flora und Vegetation des Alentejos im Internet. Wir stützen uns im folgenden auf die Studie von COSTA, J.C. et al. (1998) “Biogeographia de Portugal Continental[36], die Arbeit von Marízia Clara de Menezes Dias Pereira “A Flora e Vegetação da Serra de Monfurado (Alto Alentejo - Portugal)[37] und die “Karte der Natürlichen Vegetation Europas” von BOHN, U. et al. (2000)[38].




Sinopse Biogeográfica Portugal.JPG
Synopsis der Biogeographie Portugals (Nach COSTA et al. 1998)[39][40]

Wie der synoptischen Karte der Biogeographie Portugals  zu entnehmen ist, ordnet sich der Alentejo  mit den Sektoren Ribatagano-Sadense und Algarviense der Provinz Gatitano-Onubo-Algarviense und dem Sektor Marianico-Monchique der Provinz Luso-Estremadurense  biogeographisch der Mediterranen Region ein. Der Alentejo besitzt mediterranes Klima, wobei jedoch die westlichen Küstenabschnitte der Provinzen Gaditano-Onubo-Algarvensischen und Luso-Estremadurensische stark vom Atlantik mitgeprägt werden.



Während die Gaditano-Onubo-Algarviensische Provinz sich im Alentejo hauptsächlich entlang der Küste erstreckt und auch in Mittelportugal den Küstenbereich der Beira Litoral, des Ribatejo, aber auch die Gebiete im Inneren der Beira Litoral umfasst,

Gaditano-Onubo-Algarviensische Provinz.JPG

Die Gaditano-Onubo Algarviensische Provinz (Sektoren 4A-4C).
Ausschnitt aus der Biogeographischen Karte von Portugal. Costa et al. 1998))[41]


besitzt die Luso-Estremedaruensische Provinz ihren Verbreitungsschwerpunkt im Landesinneren von Süd- und Mittelportugal.

Luso-Estremadurensische Provinz.JPG

Capturar copy.jpg

Die Luso-Estremadurensische Provinz (Sektoren 3A-3B).
Ausschnitt aus der Biogeographischen Karte von Portugal. Costa et al. 1998))[42]



Costa et al. (1998) schreiben zu diesen beiden Biogeographischen Provinzen:

Die Gaditano-Onubo-Algarvische Provinz (Província Gaditano-Onubo-Algarviense) ist eine biogeographische Einheit des Litorals, die sich von der Ria de Aveiro bis zu den Sandstränden der Costa del Sol und den Areniten der gaditanischen Gebirge von Gibraltar erstreckt. Sie schliesst die Sektoren Divisório Português, Ribatagano-Sadense, Algarviense, Gaditano-Onubense und Algíbico ein. Die Substrate sind vorwiegend Sande und Kalkgesteine.
    Die Flora und Vegetation dieser Provinz ist reich an palaeomediterranen Endemismen und paleotropischen lianen- und lorbeerartigen, mit ledrigen Blättern versehenen Gewächsen. Aufgrund des milden Klimas (ozeanisch und hyper-ozeanisch), mit nur sehr geringen Kaltzeiten im Winter, fanden zahllose thermophile Pflanzen mit ungeschützten Knospen in dieser littoralen oder sublittoralen Region ein Refugium, in der sie von den aufeinanderfolgenden Glazialen wenig betroffen waren. Diese Pflanzen, die typisch für thermophile Wälder mit ozeanischem Charakter (Quercion broteroi p.p. und Querco-Oleion sylvestris) sind, kommen in den kontinentalen Stein- Kork- und Stieleichenwäldern nicht vor, da sie die kontinentaleren, kälteren Gebiete des Inneren der Iberischen Halbinsel während des Holozäns nicht wiederbesiedeln konnten. Diese klimatische und paleoökologische Besonderheit liess überdies noch die Besiedelung durch zahlreiche mauritanische und pontisch-indische Elemente, sowie das Ueberleben der erwähnten paleomediterrananen, tertiären, mit der Subregion Makaronesien geteilten Elemente (e.g. Myrica faia, Convolvulus fernandesii, Cheilantes guanchica, Polypodium macaronesicum, Woodwardia radicans, etc.) zu. Die floristischen Hauptmigrationswege, die in diesem Gebiet zusammenlaufen, sind die dem Bätischen Rücken (der Balearen und des algarvischen Barrocals) entsprechenden Wege entlängs der mediterranen Küste. Von Norden her kamen nacheinander atlantische flach- und zartblättrige Taxa aus der Klasse Querco-Fagetea in Perioden, in denen ein temperiertes Makroklima niedrigere Breitengrade erreichte (Acer spp., laubabwerfende Querci, Ilex, Inula, Sorbus, etc.), hinzu. Die Ericaceen erreichten diese Provinz zur selben Zeit (im besonderen während der Atlantischen Periode). Analog dazu besitzt die Flora ueberwiegend grosser Gebüsche und Wälder (Nanophanerophyten) - Asparago-Rhamnion (Pistacio-Rahmanetalia alaterni) einen grossen Reichtum an Sträuchern paleotropisch xerischen Ursprungs (sp. de Olea, Pistacia, Rhamnus, Myrtus, Asparagus, etc.), die den Uebergang von tropischem zu mediterranem Klima während des Miozäns ueberlebten. Diese erscheinen noch als permanente Gemeinschaften oder treten als Uebergangsgesellschaften in nicht sehr regenreichen und heissen Gebieten auf.
    Die Gaditano-Onubo-Algarvische Provinz bildet somit eine ausgedehntes Gebiet mit einem Speziationspotential aus Genotypen verschiedenen Ursprungs - und sehr viel älter als die der okzidentalen Küsten der Iberischen Halbinsel  (e.g. Stauracanthus spp.). Verschiedene Migrationswege haben zu dem reichen und aussergewöhnlichen Genpool dieses Gebietes beigetragen. Hervorzuheben sind die zwei Wege längs des Littorals (ein aufsteigender littoraler Weg in den beweglichen und halophilen Dünensubstraten, ueber den mediterrane Taxa einwanderten, und einen absteigenden, sub-littoralen Weg, ueber den atlantische Taxa einwanderten). Der wichtige Weg über den Bätischen Ruecken von der Serra Nevada in den Algarvischen Barrocal ist ebenfalls zu berücksichtigen. Viele der kalkholden gaditanonubo-algarvischen Taxa haben ihren Ursprung in Elementen, die ueber diesen Weg gekommen sind. Auf der anderen Seite sind auch die Populationen zu berücksichtigen, die ihren Ursprung in Nord-Afrika (ibero-mauritanische Taxa) haben und von dort aus eingewandert sind. Ihre Flora schliesst zahllose Endemismen ein, von denen hervorzuheben sind: Arabis sadina, Armeria gaditana, Armeria macrophylla, Armeria velutina, Arenaria algarbiensis, Biarum galiani, Brassica barrelieri subsp. oxyrrhina, Cirsium welwitschii, Cistus libanotis, Dianthus broteri subsp. hinoxianus, Erica umbellata var. major, Euphorbia baetica, Euphorbia welwitschii, E. transtagana, Fritillaria lusitanica var. stenophylla, Helichrysum picardii subsp. virescens, Herniaria maritima, Juncus valvatus, Leuzea longifolia, Loeflingia tavaresiana, Limonium algarviense, Limonium diffusum, Limonium lanceolatum, Linaria lamarckii, Linaria ficalhoana, Narcissus calcicola, Narcissus gaditanus, Narcissus willkommii, Romulea ramiflora subsp. gaditana, Salvia sclareoides, Scilla odorata, Scrophularia sublyrata, Serratula baetica subsp. lusitanica, Stauracanthus genistoides, Stauracanthus spectabilis subsp. vicentinus, Thymus albicans, Thymus mastichina subsp. donyanae, Thymus carnosus, Ulex airensis, Ulex subsericeus, Ulex australis subsp. australis, U. australis subsp. welwitschianus, Verbascum litigiosum. Wieder ander Arten sind typisch für das Gebiet wie Armeria pungens, Arthrocnemum macrostachyum, Asparagus albus, Asparagus aphyllus, Bartsia aspera, Carduus meonanthus, Ceratonia siliqua, Cheirolophus sempervirens, Corema album, Deschampsia stricta, Fumana thymifolia, Genista tournefortii, Halimium calycinum, Halimium halimifolium, Lavandula pedunculata subsp. lusitanica, Limoniastrum monopetalum, Lotus creticus, Nepeta tuberosa, Osyris lanceolata (= O. quadripartita), Quercus faginea subsp. broteroi, Quercus lusitanica, Retama monosperma, Stachys germanica subsp. lusitanica, Stachys ocymastrum, Stauracanthus boivinii, Sideritis hirsuta var. hirtula, Thymus villosus s.l., etc.
Die Vegetation dieser Provinz ist deshalb auch vom syntaxonomischen Standpunkt aus extrem originell. Die potentiellen Wälder entsprechen verschiedenen thermophilen Assoziationen, Arisaro-Quercetum broteroi* und Viburno tini-Oleetum sylvestris* (Quercion broteroi und Querco-Oleion). Die Wälder Oleo-Quercetum suberis, Myrto-Quercetum suberis, Asparago aphylli-Quercetum suberis*, Smilaco-Quercetum rotundifoliae und Matorrale Asparago albi-Rhamnetum oleoidis, Asparago aphylli-Myrtetum communis*, Quercetum cocciferae-airensis*, Melico arrectae-Quercetum cocciferae* bilden die endemische Wald- und Nanophanerophyten-Vegetation dieser Provinz. Gleichzeitig  fällt die syntaxonomische Originalität der übrigen nicht aus Wäldern bestehenden Vegetation ins Auge, wie z.B. die Heiden mit psammophilen Elementen der Stauracantho genistoidis-Halimietalia commutati (Coremion albi*); die psammophilen Dünenassoziationen Osyrio quadripartitae-Juniperetum turbinatae*, Rubio longifoliae-Coremetum albi* und Artemisio crithmifoliae-Armerietum pungentis*; Die Gemeinschaft der Küstenarriben Querco cocciferae-Juniperetum turbinatae*; die Suballianzen der Ginster Stauracanthenion boivinii und andere xero- bis feuchtliebende Gemeinschaften der Waldränder Stachydo lusitanicae-Cheirolophenion sempervirentis*; die felsenliebende Allianz Calendulo lusitanicae-Anthirrhinion linkiani* (Sileno longiciliae-Anthirrhinetum linkiani*). Die Eschenwälder des Ranunculo ficario-Fraxinetum angustifoliae und die Weidenwälder Viti sylvestris-Salicetum atrocinereae und Salicetum atrocinereo-australis erscheinen in dieser Prozinz ebenso wie die Hecken des Lonicero hispanicae-Rubetum ulmifoliae. Die Marschgebiete besitzen ebenfalls eine eigenständige Vegetation: Spartinetum maritimi, Sarcocornio perennis-Puccinellietum convolutae*, Cistancho phelypaeae-Arthrocnemetum fruticosae*, Halimiono portulacoidis-Sarcocornietum alpini, Inulo crithmoidis-Arthrocnemetum glauci*, Arthrocnemo glauci-Juncetum subulati juncetosum subulati und juncetosum maritimi, Cistancho phelypaeae-Suaedetum verae*, Polygono equisetiformis-Juncetum maritimi*, Salicornietum fragilis, Halimiono portulacoidis-Salicornietum patulae*. In den Wänden der Salinen und anderen halophilen Biotopen entwickeln sich die Gemeinschaften Spergulario bocconei-Mesembryanthemetum nodiflori* und Frankenio laevis-Salsoletum vermiculatae*. (* Endemische Syntaxa der Provinz).


Gefässpflanzen  (Gaditano-Onubo-Algarvische Provinz (Província Gaditano-Anubo-Algarviense))
Die Taxa mit * sind endemisch für das Gebiet. Nach Costa et al. 1998)[43]
?Biarum mendax
(Biarum galiani)
Brassica barrelieri subsp. oxyrrhina
Dianthus broteri subsp. hinoxianus
Erica umbellata var. major
( Helichrysum picardii subsp. virescens (Valdés Berm.) Rivas Mart. = Helichrysum italicum subsp. serotinum (Boiss.) P.Fourn.)
(Linaria lamarckii)
Linaria bipunctata (L.) Chaz. subsp. glutinosa (Hoffmanns. & Link) D.A.Sutton
(Linaria ficalhoana)
(Serratula baetica subsp. lusitanica)
Stauracanthus spectabilis subsp. vicentinus
Ulex argenteus Welw. ex Webb subsp. subsericeus (Cout.) Rothm.
(Ulex subsericeus)
Nothobartsia asperrima (Link) Benedí & Herrero
(Bartsia aspera)
Lavandula pedunculata subsp. lusitanica
Osyris lanceolata (= O. quadripartita)
Sideritis hirsuta var. hirtula





Pflanzengesellschaften (Gaditano-Onubo-Algarvische Provinz (Província Gaditano-Anubo-Algarviense))
nach Costa et al. 1998)[44]
(Syntaxa und Vegetations-Klassen nach: MARTÍNEZ, Salvador Rivas, et al. 2001)[45]
Pflanzengesellschaft (Syntaxa)
(siehe: Index der Syntaxa))
Vegetations-Klasse und Habitate zu der assozierten Pflanzengesellschaft
Arisaro-Quercetum broteroi 75.2.2.

(Arisaro-Quercetum broteroi*)
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.2. Quercion broteroi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1956 em. Rivas-Martínez 1975 corr. Ladero 1974

thermophile Wälder

Habitate: 2270, 5330, 9240
Viburno tini-Oleetum sylvestris 75.3.11.

Viburno tini-Oleetum sylvestris*
(Quercion broteroi und Querco-Oleion)
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.3. Querco rotundifoliae-Oleion sylvestris Barbéro, Quézel & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez, Costa & Izco 1986

thermophile Wälder

Habitate: 9240, 9320, 9340
Oleo-Quercetum suberis (75.3.6.)

(Oleo-Quercetum suberis)
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.3. Querco rotundifoliae-Oleion sylvestris Barbéro, Quézel & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez, Costa & Izco 1986

thermophile Wälder

Habitate: 9240, 9320, 9340
?

Myrto-Quercetum suberis

Asparago aphylli-Quercetum suberis 75.3.2.

Asparago aphylli-Quercetum suberis*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.3. Querco rotundifoliae-Oleion sylvestris Barbéro, Quézel & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez, Costa & Izco 1986

thermophile Wälder

Habitate: 9240, 9320, 9340
Smilaco mauritanicae-Quercetum rotundifoliae (75.3.7.)

Smilaco-Quercetum rotundifoliae
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.3. Querco rotundifoliae-Oleion sylvestris Barbéro, Quézel & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez, Costa & Izco 1986

thermophile Wälder

Habitate: 9240, 9320, 9340
Asparago albi-Rhamnetum oleoidis 75.5.2.

Asparago albi-Rhamnetum oleoidis
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.5. Asparago albi-Rhamnion oleoidis Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1975

Matorral

Habitate: 5210, 5330
Asparago aphylli-Myrtetum communis 75.5.5.

Asparago aphylli-Myrtetum communis*

75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.5. Asparago albi-Rhamnion oleoidis Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1975

Matorral

Habitate: 5210, 5330
Quercetum coccifero-airensis 75.5.15.

Quercetum cocciferae-airensis*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.5. Asparago albi-Rhamnion oleoidis Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1975

Matorral

Habitate: 5210, 5330
Melico arrectae-Quercetum cocciferae 75.5.12.

Melico arrectae-Quercetum cocciferae*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.5. Asparago albi-Rhamnion oleoidis Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1975

Matorral

Habitate: 5210, 5330
Stauracantho genistoidis-Halimietalia commutati 62b.

Stauracantho genistoidis-Halimietalia commutati (Coremion albi*)
62. Cisto-Lavanduletea Br.-Bl. in Br.-Bl., Molinier & Wagner 1940
62b. Stauracantho genistoidis-Halimietalia commutati Rivas-Martínez, Lousã, T.E. Díaz, Fernández-González & J.C. Costa 1990

Dünen mit psammophilen Elementen

Habitate: 2260
Osyrio quadripartitae-Juniperetum turbinatae 75.9.7.

Osyrio quadripartitae-Juniperetum turbinatae*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.9. Juniperion turbinatae Rivas-Martínez 1975 corr. 1987

psammophile Dünenassoziationen

Habitate: 2260
Rubio longifoliae-Corematetum albi 75.10.1.

Rubio longifoliae-Coremetum albi*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.10. Rubio longifoliae-Coremation albi Rivas-Martínez in Rivas-Martínez, Costa, Castroviejo & E. Valdés 1980

psammophile Dünenassoziationen

Habitate: 2260
Artemisio crithmifoliae-Armerietum pungentis 16.6.2.

Artemisio crithmifoliae-Armerietum pungentis*
16. Ammophiletea Br.-Bl. & Tüxen ex Westhoff, Dijk & Passchier 1946
16.6. Helichrysion picardii (Rivas-Martínez, Costa & Izco in Rivas-Martínez, Lousã, T.E. Díaz, Fernández-González & J.C. Costa 1990) Rivas-Martínez, Fernández-González & Loidi 1999

psammophile Dünenassoziationen; Graudünen

Habitate: 2130

Querco cocciferae-Juniperetum turbinatae 75.5.16.

Querco cocciferae-Juniperetum turbinatae*
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.5. Asparago albi-Rhamnion oleoidis Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1975

Küstenarriben

Habitate: 5210
Stauracanthenion boivinii (61.5.)

Stauracanthenion boivinii
61. Calluno-Ulicetea Br.-Bl. & Tüxen ex Klika & Hadač 1944
61.5. Stauracanthion boivinii (Rivas-Martínez 1979) Rivas-Martínez, Fernández-González & Loidi 1999

Ginstergesellschaften

Habitate: 2270
Stachyo lusitanicae-Cheirolophenion sempervirentis 43.5b.

Stachydo lusitanicae-Cheirolophenion sempervirentis*
43. Trifolio-Geranietea Müller 1962
43.5b. Stachyo lusitanicae-Cheirolophenion sempervirentis Capelo 1996

xero- bis feuchtliebende Gemeinschaften der Waldränder

Habitate: 6210
Calendulo lusitanicae-Antirrhinion linkiani 32.5.

Calendulo lusitanicae-Anthirrhinion linkiani* (Sileno longiciliae-Anthirrhinetum linkiani*)
32. Phagnalo-Rumicetea indurati (Rivas Goday & Esteve 1972) Rivas-Martínez, Izco & Costa 1973
32.5. Calendulo lusitanicae-Antirrhinion linkiani Ladero, C. Valle, M.T. Santos, Amor, Espírito-Santo, Lousã & J.C. Costa 1991

Felsliebende Gesellschaft

Habitate: 6110, 8210, 8220
Ficario ranunculoidis-Fraxinetum angustifoliae 71.2.12.

Ranunculo ficario-Fraxinetum angustifoliae
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.2. Populion albae Br.-Bl. ex Tchou 1948

Eschenwälder

Habitate: 91B0
Viti viniferae-Salicetum atrocinereae 71.3.10.

Viti sylvestris-Salicetum atrocinereae
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.3. Osmundo-Alnion (Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1956) Dierschke & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez 1975

Weidenauen

Habitate: 91E0

Salicetum atrocinereo-australis 71.8.3.

Salicetum atrocinereo-australis
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.8. Salicion salviifoliae Rivas-Martínez, T.E. Díaz, F. Prieto, Loidi & Penas 1984

Weidenauen

Habitate: 92A0
Lonicero hispanicae-Rubetum ulmifolii 66.2.9.

Lonicero hispanicae-Rubetum ulmifoliae
66. Rhamno-Prunetea Rivas Goday & Borja ex Tüxen 1962
66.2. Pruno-Rubion ulmifolii O. Bolòs 1954

Hecken in Feuchtgebieten


Habitate: 91E0, 92A0
Spartinetum maritimae 24.1.3.

Spartinetum maritimi
24. Spartinetea maritimae Tüxen in Beeftink & Géhu 1973
24.1. Spartinion maritimae Conard ex Beeftink & Géhu 1973

Salzwiesengesellschaft

Habitate: 1320
Sarcocornio perennis-Puccinellietum convolutae (23.1.6.)

Sarcocornio perennis-Puccinellietum convolutae*
23. Salicornietea fruticosae Br.-Bl. & Tüxen ex A. & O. Bolòs 1950
23.1. Salicornion fruticosae Br.-Bl. 1933

Pioniervegetation in Ästuaren und Marschen

Habitate: 1130, 1310
Cistancho phelypaeae-Arthrocnemetum fruticosi 23.1.2.

Cistancho phelypaeae-Arthrocnemetum fruticosae*
23. Salicornietea fruticosae Br.-Bl. & Tüxen ex A. & O. Bolòs 1950
23.1. Salicornion fruticosae Br.-Bl. 1933

Pflanzengesellschaft in Ästuaren und Marschen

Habitate: 1130, 1310
Halimiono portulacoidis-Sarcocornietum alpini 23.2.6.

Halimiono portulacoidis-Sarcocornietum alpini
23. Salicornietea fruticosae Br.-Bl. & Tüxen ex A. & O. Bolòs 1950
23.2. Arthrocnemion glauci Rivas-Martínez & Costa 1984

Pflanzengesellschaft in Ästuaren und Marschen

Habitate: 1130, 1310
Inulo crithmoidis-Arthrocnemetum macrostachyi 23.2.3.

Inulo crithmoidis-Arthrocnemetum glauci*
23. Salicornietea fruticosae Br.-Bl. & Tüxen ex A. & O. Bolòs 1950
23.2. Arthrocnemion glauci Rivas-Martínez & Costa 1984

Pflanzengesellschaft in Ästuaren und Marschen

Habitate: 1130, 1310
?Limonio vulgaris-Juncetum maritimi (20.4.2.)[46]
Limonio vulgaris-Juncetum subulati

Arthrocnemo glauci-Juncetum subulati juncetosum subulati und juncetosum maritimi
20. Juncetea maritimi Br.-Bl. in Br.-Bl., Roussine & Nègre 1952

Halophile Limonium-Gesellschaft

Habitate: 1150, 1330, 1410
Cistancho phelypaeae-Suadetum verae 23.4.3.

Cistancho phelypaeae-Suaedetum verae*
23. Salicornietea fruticosae Br.-Bl. & Tüxen ex A. & O. Bolòs 1950
23.4. Suaedion verae (Rivas-Martínez, Lousã, T.E. Díaz, Fernández-González & J.C. Costa 1990) Rivas-Martínez, Fernández-González & Loidi 1999 (art. 31)

Nitrophile Salzwiesengesellschaft in Salzmarschen

Habitate: 1130, 1430
Polygono equisetiformis-Juncetum maritimi 20.1.5.

Polygono equisetiformis-Juncetum maritimi*
20. Juncetea maritimi Br.-Bl. in Br.-Bl., Roussine & Nègre 1952
20.1. Juncion maritimi Br.-Bl. ex Horvatic 1934

Mediterrane Salzwiesengesellschaft

Habitate: 1410
Salicornietum fragilis 25.2.2.

Salicornietum fragilis
25. Thero-Suaedetea Rivas-Martínez 1972
25.2. Salicornion dolichostachyo-fragilis Géhu & Rivas-Martínez ex Géhu & Géhu-Franck 1984

Pioniervegetation in Salinen und Ästuaren

Habitate: 1310
Halimiono portulacoidis-Salicornietum patulae 25.4.1.

Halimiono portulacoidis-Salicornietum patulae*
25. Thero-Suaedetea Rivas-Martínez 1972
25.4. Salicornion patulae Géhu & Géhu-Franck 1984

Pioniervegetation in Niedrigen Salzmarschen (Sapal Baixo)

Habitate: 1130, 1310, 1510
Spergulario bocconei-Mesembryanthemetum nodiflori 39.9.3.

Spergulario bocconei-Mesembryanthemetum nodiflori*
39. Stellarietea mediae Tüxen, Lohmeyer & Preising ex von Rochow 1951
39.9. Mesembryanthemion crystallini Rivas-Martínez, Wildpret, Del Arco, O. Rodríguez, Pérez de Paz, García Gallo, Acebes, T.E. Díaz & Fernández-González 1993


Gesellschaft in Mauern von Salinen usw.

Habitate: 1130, ?6220
Frankenio laevis-Salsoletum vermiculatae 37.2.4.

Frankenio laevis-Salsoletum vermiculatae*
37. Pegano-Salsoletea Br.-Bl. & O. Bolòs 1958
37.2. Carthamo arborescentis-Salsolion oppositifoliae Rivas Goday & Rivas-Martínez 1963

Nitrophile Salzwiesengesellschaft

Habitate: 1130, 1430


Die Luso-Extremadurensische Provinz (Provincia Luso-Extremadurense) gehört zu den grössten der Iberischen Halbinsel. Sie teilt sich in die Sektoren Toledano-Tagano und Mariânico-Monchiquense auf. In Portugal befindet sie sich fast ausschliesslich auf Silikatböden, die aus Gesteinen des Palaeozoikums hervorgegangen sind - grösstenteils Schiefer oder Graniten - und auf der mesomediterranen bioklimatischen Stufe. Ihre Grenzen sind in unserem Land an einigen Stellen etwas schwierig festzulegen, das gilt besonders für den Sektor Ribatagano-Sadense. Ihre Grenzen sind:

  • im Norden - die Gebirge Serra da Lousã, Açor, Estrela und Malcata;
  • im Westen - eine Linie, die sich von der Serra da Lousã, östlich der Kalkgebirge von Condeixa bis Tomar, entlang der Serra da Amândoa, Amieira (Tejo), Ribeira de Sor, Val do Sorraia, miozänen und pleistozänen Sanden, Vale do Sado, Serras de Grândola, Cercal und Espinhaço de Cão erstreckt;
  • im Süden - die Kalkgesteine des Algarvischen Barrocals.


Armeria linkiana*, Asphodelus bentorainhae*, Asparagus acutifolius, Ballota hirsuta, Buffonia willkolmmiana*, Carduus bourgeanus*, Cistus psilosepalus, Cistus populifolius s.l., Cytisus scoparius var. bourgaei*, Cytisus striatus var. eriocarpus, Cynara tournefortii*, Digitalis mariana, Digitalis purpurea subsp. heywoodii*, Echium rosulatum, Euphorbia monchiquensis*, Genista hirsuta subsp. hirsuta, Genista polyanthos*, Lavandula viridis*, Lepidophorum repandum, Linaria hirta, Linaria ricardoi*, Marsilea batardae*, Onopordum nervosum, Retama sphaerocarpa, Rhynchosinapsis hispida subsp. transtagana*, Salix salvifolia subsp. australis, Sanguisorba hybrida, Securinega tinctoria, Scorzonera crispatula, Scrophularia schousboei*, Ulex argenteus subsp. argenteus, Ulex eriocladus* und Verbascum barnadesii sind einige der Arten die für diese Provinz charakteristisch sind. Die Taxa mit * sind endemisch für das Gebiet. Es ist das optimale Gebiet für Die Zistrosengewächse, die der Allianz Ulici-Cistion argentei angehören. Ebenfalls charakteristisch für das Gebiet sind die mesomediterranen Korkeichenwälder Sanguisorbo agrimoniodis-Quercetum suberis, die Steineichenwälder Pyro bourgaenae-Quercetum rotundifoliae und die Eichenwälder des Pyro bourgaenae-Quercetum rotundifoliae, im allgemeinen in “montados” verwandelt, ebenso wie die Erdbeerbaumgesellschaften des Phillyreo-Arbutetum typicum und viburnetosum tini und die Zistrosengemeinschaften der Genisto hirsutae-Cistetum ladaniferi, Erico australis-Cistetum populifolii und Polygalo microphyllae-Cistetum populifolii.
Die Gemeinschaft des Tamujo-Strauches, eines Euphorbiengewächses der Ufer schnellfliessender Flüsse- Pyro bourgaeanae-Securinegetum tinctoriae - bildet ebenfalls eine der syntaxonomischen Besonderheiten der Region. In den ‘montados’ bilden sich die ephemeren therophytischen Gemeinschaften Trifolio cherleri-Plantaginetum bellardii, Chrysanthemo myconis-Anthemidetum fuscati, Galactito tomentosae-Vulpietum geniculatae, Trifolio cherlerii-Taeniatheretum caput-medusae und Medicago rigidulae-Aegilopsietum geniculatae, auch aufgrund der geringen Biomasse, heraus. Durch die Beweidung dieser annuellen  Gemeinschaften bildet sich häufig eine mehrjährige Wiesengemeinschaft (Poo bulbosae-Trifolietum subterranei) heraus. Die Eschenwaldgemeinschfat der Fluss- und Bachufer Ranunculo ficario-Fraxinetum angustifoliae findet sich im ganzen luso-estremadurischen Gebiet Portugals, wobei auch der Erlenwald Scrophulario-Alnetum glutinosae in Fliessgewässer-Biotopen häufig ist.


Gefässpflanzen  (Luso-Extremadurensische Provinz (Provincia Luso-Extremadurense))
Die Taxa mit * sind endemisch für das Gebiet. Nach Costa et al. 1998)[47]
Asphodelus bento-rainhae subsp. bento-rainhae*
Buffonia macropetala subsp. willkolmmiana*
Cytisus scoparius var. bourgaei*
Cytisus striatus var. eriocarpus
Digitalis mariana subsp. heywoodii
(Digitalis purpurea subsp. heywoodii*)
Echium rosulatum subsp. rosulatum
Euphorbia paniculata Desf. subsp. monchiquensis (Franco & P.Silva) Vicens, Molero & C.Blanché *
(Scorzonera crispatula)




Pflanzengesellschaften (Luso-Extremadurensische Provinz (Provincia Luso-Extremadurense))
nach Costa et al. 1998))[48]
(Syntaxa und Vegetations-Klassen nach: MARTÍNEZ, Salvador Rivas, et al. 2001)[49]
Pflanzengesellschaft (Syntaxa)
(siehe: Index der Syntaxa))
Vegetations-Klasse und Habitate zu den assozierten Pflanzengesellschaften
Ulici-Cistion argentei


= 62.3. Ulici argentei-Cistion ladaniferi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1965
62. Cisto-Lavanduletea Br.-Bl. in Br.-Bl., Molinier & Wagner 1940
62.3. Ulici argentei-Cistion ladaniferi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1965

estevais - Zistrosengesellschaften


Habitate 4030pt5, 5330, 6220
Sanguisorbo agrimoniodis-Quercetum suberis (75.2.7.)

(Sanguisorbo agrimoniodis-Quercetum suberis )
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.2. Quercion broteroi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1956 em. Rivas-Martínez 1975 corr. Ladero 1974

sobreirais mesomediterrânicos - Korkeichenwälder

Habitate: 9330
Pyro bourgaeanae-Quercetum rotundifoliae 75.2.15.
(Pyro bourgaenae-Quercetum rotundifoliae)
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.2. Quercion broteroi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1956 em. Rivas-Martínez 1975 corr. Ladero 1974

Steineichenwälder

Habitat: 9340
Arbuto unedonis-Quercetum pyrenaicae 76.7.2.


(Arbuto unedonis-Quercetum pyrenaicae)

76. Querco-Fagetea Br.-Bl. & Vlieger in Vlieger 1937
76.7. Quercion pyrenaicae Rivas Goday ex Rivas-Martínez 1965

Galaico-portugiesische Eichenwälder

Habitat: 9230
Phillyreo angustifoliae-Arbutetum unedonis 75.12.10.

(Phillyreo-Arbutetum typicum und viburnetosum tini)
75. Quercetea ilicis Br.-Bl. ex A. & O. Bolòs 1950
75.12. Ericion arboreae (Rivas-Martínez ex Rivas-Martínez, Costa & Izco 1986) Rivas-Martínez 1987

Mediterrane Matorrale von Erdbeerbaum (Arbutus unedo) dominiert (port. medronhais)

Habitat: 2270, 5330pt3
Genisto hirsutae-Cistetum ladaniferi 62.3.3.


(Genisto hirsutae-Cistetum ladaniferi)
62. Cisto-Lavanduletea Br.-Bl. in Br.-Bl., Molinier & Wagner 1940
62.3. Ulici argentei-Cistion ladaniferi Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1965

Pflanzengesellschaft des Matorrals

Habitate: 2270, 4030, 5330, 6220
Erico australis-Cistetum populifolii 61.2.9

(Erico australis-Cistetum populifolii)
61. Calluno-Ulicetea Br.-Bl. & Tüxen ex Klika & Hadač 1944
61.2. Ericion umbellatae Br.-Bl., P. Silva, Rozeira & Fontes 1952

Pflanzengesellschaft des Matorrals

Habitate: 1240, 2150, 2270, 2330, 5330
Polygalo microphyllae-Cistetum populifolii 61.2.18.

(Polygalo microphyllae-Cistetum populifolii)
61. Calluno-Ulicetea Br.-Bl. & Tüxen ex Klika & Hadač 1944
61.2. Ericion umbellatae Br.-Bl., P. Silva, Rozeira & Fontes 1952

Pflanzengesellschaft des Matorrals

Habitate: 1240, 2150, 2270, 2330, 5330
Pyro bourgaeanae-Securinegetum tinctoriae 71.7.1.



(Pyro bourgaeanae-Securinegetum tinctoriae)
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.7. Securinegion buxifoliae Rivas Goday 1964


Flussufergesellschaft mit Flueggea tinctoria


Habitate: 92A0, 91B0, 91E0, 92D0
Trifolio cherleri-Plantaginetum bellardii 50.1.19.

(Trifolio cherleri-Plantaginetum bellardii)
50. Helianthemetea guttati (Br.-Bl. in Br.-Bl., Roussine & Nègre 1952) Rivas Goday & Rivas-Martínez 1963
50.1. Helianthemion guttati Br.-Bl., in Br.-Bl., Molinier & Wagner 1940

Ephemere therophytische Gesellschaft

Habitate: 6220
Chrysanthemo myconis-Anthemidetum fuscatae 39.4.14.

(Chrysanthemo myconis-Anthemidetum fuscati)
39. Stellarietea mediae Tüxen, Lohmeyer & Preising ex von Rochow 1951
39.4. Scleranthion annui (Kruseman & Vlieger 1939) Sissingh in Westhoff, Dijk & Passchier 1946

Ephemere therophytische Gesellschaft

Habitate:  6220
Echio plantaginei-Galactition tomentosae 39.10.


(Galactito tomentosae-Vulpietum geniculatae)
39. Stellarietea mediae Tüxen, Lohmeyer & Preising ex von Rochow 1951
39.10. Echio plantaginei-Galactition tomentosae O. Bolòs & Molinier 1969

Ephemere therophytische Gesellschaft

Habitate: 6220
Trifolio cherleri-Taeniatheretum capitis-medusae 39.13.17.

(Trifolio cherlerii-Taeniatheretum caput-medusae)
39. Stellarietea mediae Tüxen, Lohmeyer & Preising ex von Rochow 1951
39.13. Taeniathero-Aegilopion geniculatae Rivas-Martínez & Izco 1977

Ephemere therophytische Gesellschaft

Habitate: 6220
Medicagini rigidulae-Aegilopetum geniculatae 39.13.10.

(Medicago rigidulae-Aegilopsietum geniculatae)
39. Stellarietea mediae Tüxen, Lohmeyer & Preising ex von Rochow 1951
39.13. Taeniathero-Aegilopion geniculatae Rivas-Martínez & Izco 1977

Ephemere therophytische Gesellschaft

Habitate: 6220
Poo bulbosae-Trifolietum subterranei (54.1.3.)


(Poo bulbosae-Trifolietum subterranei)
54. Poetea bulbosae Rivas Goday & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez 1978
54.1. Trifolio subterranei-Periballion Rivas Goday 1964

Mehrjährige Wiese

Habitate: 6220, 6310
Ficario ranunculoidis-Fraxinetum angustifoliae 71.2.12.




(Ranunculo ficario-Fraxinetum angustifoliae)
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.2. Populion albae Br.-Bl. ex Tchou 1948

Eschenwald

Habitat: 91B0
Scrophulario scorodoniae-Alnetum glutinosae 71.3.8.



Scrophulario-Alnetum glutinosae
71. Salici purpureae-Populetea nigrae (Rivas-Martínez & Cantó ex Rivas-Martínez , Báscones, T.E. Díaz, Fernández-González & Loidi)
71.3. Osmundo-Alnion (Br.-Bl., P. Silva & Rozeira 1956) Dierschke & Rivas-Martínez in Rivas-Martínez 1975

Erlenwald

Habitat: 91E0




Potentielle Vegetation des Alentejo


Auszug aus der “Karte der Natürlichen Vegetation Europas” (Bohn et al. 2000) -
Alentejo, Südportugal.


Projektion eines Auszugs der “Karte der Natürlichen Vegetation Europas” (Bohn et al. 2000) -
Alentejo, Südportugal auf Satellitenkarte aus Google - Earth.

Wie man dem projizierten Kartenauszug der “Karte der Natürlichen Vegetation Europas” (Bohn et al. 2000) entnehmen kann, werden für die potenteille natürliche Vegetation des Alentejo 2 Vegetationskomplexe angenommen:

Ein Gebiet mit thermo-mediterranen Korkeichenwäldern (Quercus suber)  (Karteneinheiten J35-J36)[50][51], das sich in Küstennähe von der portugiesischen Estremadura bis nach Andalusien erstreckt:

J -  Mediterrane sclerophylle Wälder und Gebüsche
2 -  Thermo-Mediterrane hartlaubige Wälder und Gebüsche (Quercus suber, Q. ilex subsp. rotundifolia, Olea europaea, Ceratonia siliqua, Periploca angustifolia, Rhamnus lycioides)
2.1 -  Thermo-Mediterrane Korkeichenwälder(Quercus suber)


Und ein Gebiet von Steineichenwäldern (Quercus ilex subsp. rotundifolia) und sklerophilem Matorral (Vegetationseinheiten J1-J2)[52][53], welches die mediterranen, kontinental geprägten Gebieten der Iberische Halbinsel umfasst:

J -  Mediterrane sclerophylle Wälder und Gebüsche
1 -  Meso und Supra-Mediterrane Hartlaub-Wälder sowie Relikte von Hartlaub-Wäldern (Quercus ilex, Q. ilex subsp. rotundifolia, Q. coccifera, Q. suber, Pistacia lentiscus)
1.1 -  Quercus ilex subsp. rotundifolia-Wälder








[1] Die “Reisestationen” dieser Arbeit wurden in Anlehnung an die “Plant-Hunting Regions” bei Polunin & Smythies (Reisestationen entsprechend der “Plant Hunting Regions” in: POLUNIN, Oleg; SMYTHIES, Bertram E. Flowers of south-west Europe. Oxford University Press, 1973. (New edition: Oxford University Press, 1988.) ausgewählt, aber für Portugal um einige neue Stationen (Alentejo; Serra da Lousã; Douro Internacional; Serra Montesinho) ergänzt bzw. erweitert.
[3] WILLKOMM,  M.  (1896)  -  Grundzuege  der  Pflanzenverbreitung  auf  der  iberischen  Halbinsel. (Download)  In  Sammlung  von  ENGLER,  A.  und  DRUD,  O.:  Die  Vegetation  der  Erde. Engelmann. Leipzig, 1896.https://archive.org/stream/grundzgederpfla00drudgoog#page/n7/mode/2up.
[5] Bei dem Foto in dem Artikel PR Rota do Minério (Route der Minen von São Domingos) handelt es sich wahrscheinlich um Erica australis, die ebenfalls in den Minen von São Domingos vorkommt (siehe Flora-On)..
[8] Abfrage: “Alentejo, Poaceae” in der Flora-On
[9] ALCARAZ, Juan Antonio Devesa, et al. Las gramíneas de Extremadura. Universidad de Extremadura-Servizio de Publicaciones, 1991.
[13] ALCARAZ, Juan Antonio Devesa, et al. Las gramíneas de Extremadura. Universidad de Extremadura-Servizio de Publicaciones, 19. Download: Las Gramíneas de Extremadura
[15] DEVESA, J. A. Anatomía foliar y palinología de las gramíneas extremeñas. Badajoz: Universidad de Extremadura, 19. Download: Anatomía foliar y palinología de las gramíneas extremeñas
[17] DEVESA, J. A. al.(1995) Vegetación y flora de Extremadura. Universitas Editorial. Badajoz. Download (240 MB): Vegetación e Flora de Extremadura
[21] A Estremadura é uma antiga comarca ou província portuguesa estabelecida na Idade Média e extinta no século XIX, devendo o seu nome derivar do latim Extrema Durii (extremos do Douro), por designar os territórios adquiridos, na sequência da Reconquista cristã, para Sul do Douro (tal é, de resto, também a origem etimológica do nome da região espanhola da Estremadura); com a progressão da reconquista para Sul, a noção de Estremadura, como terra de fronteira, foi também alargando-se, de tal forma que, no século XV, a Estremadura correspondia, grosso modo, aos modernos distritos de Aveiro, Coimbra, Leiria, Lisboa, Santarém e Setúbal.
Ao longo da história os limites da Estremadura foram muitas vezes alterados. No século XIX, quando deixou de ter significado administrativo, os seus limites correspondiam, grosso modo, aos actuais distritos de Lisboa, Leiria, Santarém e Setúbal.
[25] PEREIRA, Marízia Clara de Menezes Dias. A flora e vegetação da Serra de Monfurado (Alto Alentejo-Portugal). Guineana 15, 2009.. (PDF)
[26] Summe der Historische Provinzen "Alto Alentejo" + "Baixo Alentejo"
[29] ARAUJO, Pedro Herranz; PIDAL, Agustín Pieren; DE SAN JOSÉ, M. A. A review of the Ossa-Morena Zone and its limits: Implications for the definition of the Lusitan-Marianic Zone. Cuadernos de geología ibérica= Journal of iberian geology: an international publication of earth sciences, 2004, 30: 7-22. A review of the Ossa-Morena Zone and its limits. Implications for the ... 

[31] Dois documentos assinados em Beja, em 1284, auto-situam-se no « Aaquem Tejo ». O termo, portanto, não é novo; é, pelo contrário, bem antigo. Em rigor, o termo Alentejo só faz sentido quando usado por estremenhos, beirões, minhotos ou transmontanos; nunca pelos que aqui nasceram e muito menos por algarvios.
[32] Do nome latino da Floresta Negra, Hercynia silva, na Alemanha.
[33] Do nome dos habitantes da antiga Curia Variscorum, hoje Hof, na Baviera.
[36] COSTA, J. C.; AGUIAR, C.; CAPELO, J. H.; LOUSÃ, M. & NETO, C. 1998. Biogeografia de
Portugal Continental. Quercetea 0: 5-56. ALFA/FIP. Portugal
[37] PEREIRA, Marízia Clara de Menezes Dias. A flora e vegetação da Serra de Monfurado (Alto Alentejo-Portugal). Guineana-Revista de Botánica, 2011, 15. Download 
[38] BOHN, Udo, et al. Karte der natürlichen Vegetation Europas; Map of the Natural Vegetation of Europe. 2000.
[39] COSTA, José C., et al. Biogeografia de Portugal continental. 1998. DOWNLOAD - 2008 Atlas cap4.pdf
[43] COSTA, José C., et al. Biogeografia de Portugal continental. 1998. DOWNLOAD - 2008 Atlas cap4.pdf
[44] COSTA, José C., et al. Biogeografia de Portugal continental. 1998. DOWNLOAD - 2008 Atlas cap4.pdf
[45] MARTÍNEZ, Salvador Rivas, et al. Syntaxonomical checklist of vascular plant communities of Spain and Portugal to association level. Itinera geobotanica, 2001, 14: 5-341.
[46] Siehe: COSTA, José Carlos, et al. Coastal halophilous Limonium communities from West Iberian Peninsula. Documents Phytosociologiques, 2014.
[47] COSTA, José C., et al. Biogeografia de Portugal continental. 1998. DOWNLOAD - 2008 Atlas cap4.pdf
[48] COSTA, José C., et al. Biogeografia de Portugal continental. 1998. DOWNLOAD - 2008 Atlas cap4.pdf
[49] MARTÍNEZ, Salvador Rivas, et al. Syntaxonomical checklist of vascular plant communities of Spain and Portugal to association level. Itinera geobotanica, 2001, 14: 5-341.











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